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Wings over Houston 2014

Bei guten Wetterverhältnissen fand am 1. und 2. November die Airshow "Wings over Houston" auf dem Ellington Field (ICAO-Kennung: KEFD), rund 30 km südöstlich von Houston gelegen, statt.

Ellintgon Field wird sowohl militärisch als auch zivil genutzt. Der alljährlich durchgeführte Anlass wird von der Commemorative Air Force, einem privaten in Texas beheimateten Nonprofit-Verein, dessen Mission in der Erhaltung und Restaurierung alter Militärmaschinen liegt, organisiert. Gemäss Rob Reider soll es in diesem Jahr einen Zuschauerrekord gegeben haben. Rob Reider in seiner Rolle als professioneller Airshowkommentator ist seit vielen Jahren eine bekannte Stimme an unzähligen Airshows in den USA. 

Eröffnet wurde die Show mit Falschirmspringern und Nationalhymne. Danach folgte die Vorführung zweier V-22 Osprey der Marines. Weiter ging es mit einer ganzen Reihe von Grundschulflugzeugen (PT, Primary Trainer) sowie Flugzeugen zur Fortgeschrittenenausbildung (AT, Advanced Trainer) vergangener Zeiten. Da wären die Boeing Stearman Kaydet sowie ein Muster von der Naval Aircraft Factory und die North American Texan und deren Varianten der Marine, eine Fairchild Cornell, mehrere Beechcraft T-34 Mentor, zwei North American Navion zu nennen. 

Zu praktisch jeder Airshow gehört in den USA auch die Akrofliegerei. Sean Tucker, Matt Chapman und einige andere in den USA bekannte Grössen dieser Domäne zeigten ihr Können.  

Drei Themen beherrschten die Vorführungen der Airshow: 

  • "Tora! Tora! Tora!": Der japanische Angriff auf Pearl Harbour 
    Dieses Szenario wurde mittels mehreren als A6M Zero, Aichi D3A Val und Nakajima B5N Bomber modifizierten AT-6 und/oder BT-13 nachgestellt. Auch eine B-17 und zwei P-40 kamen hier zu Einsatz. Das Chaos am Boden wurde durch Explosionen und viel Rauch nachgebildet. Das ganze Geschehen wurde zudem fachlich kompetent kommentiert. So macht Geschichtsunterricht spass. 
  • Der WWII Luftkrieg im europäischen und pazifischen Raum
    Die grosse Attraktion hier war die Me 262 Doppelsitzer-Replika. Neben der Me 262 durfte natürlich die P-51D nicht fehlen. Weiter wurde eine B-17, eine B-25, eine Douglas A-26 Invader, eine Lockheed Harpoon, eine P-51C Mustang der Tuskegee, zwei F4U Corsair, eine F4F Wildcat, zwei P-40 und  die F8F Bearcat vorgeflogen. Auch eine originale Mitsubishi A6M Zero demonstrierte eindrücklich ihre Wendigkeit am Himmel über Texas, dass man zu verstehen begann, warum die Maschine zu Beginn des zweiten Weltkrieges so erfolgreich und gefürchtet war. 
  • Vietnam
    Für die Vietnam Aera flogen eine F-100F Super Sabre, eine T-33A, eine TA-4F Skyhawk, eine T-28 Trojan, eine Skyraider, drei Cessna Skymaster, die Douglas A-26 Invader, zwei Mig 17 und ein Mig 21 Doppelsitzer.  Auch Hubschrauber waren im Einsatz: Die UH-1 Huey und die AH-1 Huey Cobra. Unterstrichen wurde die ganze Vorführung am Boden auch mit Action, Explosionen und viel Rauch. 

Die Blue Angels, das Aerobatic Team der US Navy und Marines, machten den Abschluss der Show mit einer, wie immer, präzisen sauberen Vorführung.   

An beiden Tagen wurde, leicht modifiziert, das gleiche Programm dargeboten. Bedenkt man, dass da heutzutage selten anzutreffende Vögel, in top Zustand gehalten, vorgeflogen wurden, der Vorführungsteil von 10 Uhr bis ca. 16 Uhr dauerte und damit vergleichsweise etwa zu europäischen Airshows sehr kompakt war, so ist die Umschreibung mit eindrücklich, umfangreich und gut organisiert, absolut berechtigt.