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Axalp 2017

Der Berg ruft, heisst es so schön. An den frühen Oktobertagen des Jahres 2017 lockte der Berg denn auch tausende Aviatikbegeisterte ins Berner Oberland.

Vom Dienstag, 10. Oktober bis zum Donnerstag, 12. Oktober 2017 herrschte Kaiserwetter in den Schweizer Bergen.

Natürlich war auch ich wieder dabei - endlich konnte mal wieder geflogen auf dem Schiessparcour auf der Ebenfluh.

Alles hatte ich bestens vorbereitet, die Kamera war mit grossen Speicherkarten bestückt, Ersatzakkus in genügender Anzahl vorhanden und auch ein Ersatzgehäuse war eingepackt - man weiss ja nie!

Gegen 10 Uhr lief ich beim Restaurant Bellevue in Axalp-Dorf ab und nahm den Weg hinauf auf die Ebenfluh in Angriff auf "Schusters Rappen". Den Sessellift liess ich links liegen und genoss den leichten Aufstieg auf der asphaltierten Strasse. Ich staunte über meine Wanderschuhe, sie waren irgendwie so weich beim Abrollen, fast schon wie Turnschuhe. Ich beachtete diesen Umstand nicht weiter und nahm an, dass es wohl die grosse Vorfreude sei, die meine Wahrnehmung ein wenig trübte.

Verdichtungsstoss beim schnellen Vorbeiflug des Solisten der Patrouille Suisse

Als ich den letzten Aufstieg zum Tschingel geschafft hatte, nach dem Einlegen mehrerer Pausen - zugegebenermassen - wechselte ich das verschwitzte T-Shirt und setzte mich zum Essen und Trinken ins trockene Gras. Nachdem der Ruhepuls wieder eingetreten war und ich auch die ersten Bisse meines Sandwiches gegessen hatte, schaute ich auf meine verdreckten Wanderschuhe.

Was für ein Malheur! An beiden Schuhen lösten sich die Sohlen, am linken Schuh war die Ablösung bereits weit fortgeschritten. Gut - wenigstens hatte ich den Berg noch erklommen, so konnte ich das Training sicher noch fotografieren. Ein sicherer Abstieg schien aber kaum möglich zu sein.

Das Malheur!

Als einfacher Mann vom Lande gingen mir nun die schlimmsten Szenarien durch den Kopf. Barfuss über die spitzen Steine - das war nun wirklich nicht erheiternd. Wohl durch die Nahrungsaufnahme schaltet sich nach einigen Minuten auch der Kopf wieder ein, und nach dem Abwägen aller möglichen Varianten zeigte sich, dass eine notdürftige Reparatur möglich sein sollte!

Die Lösung!

Ich denke, ein zweites Mal wird mir ein solcher Fauxpas nicht mehr passieren. Zumindest hielt die Sohle bis ins Tal und ich konnte unfallfrei den wunderschönen Tag im Berner Oberland bei einem guten Nachtessen ausklingen lassen.

Ach ja, geflogen wurde natürlich auch auf der Ebenfluh, und wie. Das Solo Display der F/A-18 Hornet war eine Klasse für sich und auch der schnelle Vorbeiflug von zwei Hornets mit anschliessendem Steigen auf ca. 10'000 Metern Höhe war atemberaubend.