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Axalp 2012

7000 Besucher zählte die Ausgabe 2012 des Fliegerschiessens auf der Ebenfluh am 11. Oktober 2012. Durch die witterungsbedingte Absage des ersten Tages der Veranstaltung konzentrierte sich der ganze Ansturm der Besucher auf den einzigen Vorführtag. Das Wetter hielt den auch den ganzen Tag, somit hatten die Meteorologen Recht und nach der abgesagten Axalp-Demo 2011 kam ich wieder voll auf meine Kosten.


„Chunnt dr Raphael“ tönte es im Bus, welcher um ca. 6:20 Uhr in Richtung Axalp-Dorf fuhr. In meiner morgendlichen Lethargie dachte ich zuerst, es gehe wohl um einen Kollegen, der den Bus nicht erwischt hat. Erst als ich merkte, dass der Sprecher mit anderen Kollegen über Flugzeuge sprach, dämmerte es mir, dass mit dem „Raphael“ wohl der Dassault Rafale gemeint war. Der Dassault Rafale kam natürlich nicht, dafür der Saab Gripen, welcher von einem Piloten der Armasuisse gekonnt vorgeflogen wurde. Er zeigte Evolutionen und Flugwege, welche auch die Flugzeuge zeigen, welche den Schiessparcour auf der Ebenfluh absolvieren. Allerdings wurden keine Schiessübungen mit dem Gripen-Demonstrator F durchgeführt. Vor allem der letzte Überflug mit grosser Geschwindigkeit war sehr fotogen. Ausgerüstet mit einem Triebwerk von General Electric vom Typ F-414, wie es auch im Super Hornet (F/A-18 E/F) zum Einsatz kommt, zeigte der Gripen eine grosse Agilität. Die Eröffnung des Fliegerschiessens wurde bereits wie im Jahre 2010 durch eine Doppelpatrouille Hornets geflogen. Die zwei ersten Maschinen fliegen mit hoher Geschwindigkeit aus dem Tal an, schiessen während des Vorbeifluges Flares ab und passieren danach den Kommandoposten (KP), während die zwei folgenden Maschinen bereits die Bodenziele unter Beschuss nehmen. Sicherlich wurde mit diesem Programmstart ein würdiger Ersatz für die frühere Axalp-Eröffnung durch die Mirage Aufklärer (AMIR) gefunden.