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Bleienbach 2015

Die Flügerchilbi der Ausgabe 2015 hatte Wetterglück. Am Vormittag war es stark bewölkt und es regnete ab und zu.

Am Nachmittag aber zeigte sich der blaue Himmel durch die zahlreichen Wolken, und als um ca. 17:15 Uhr auch noch die Lockheed Super Constellation zwei Überflüge zeigte, war der Himmel schon fast wolkenlos. Leider konnten nicht alle angekündigten Maschinen gezeigt werden. Vor allem das Fehlen der Yak-9U aus Sion war für die vielen Fans von Warbirds ein echter Wermutstropfen.

Gezeigt wurde eigentlich das Übliche an der Flügerchilbi, also Segelflug der SGO (Segelfluggruppe Oberaargau), Motorkunstflug auf Bücker, Sbach und Votec sowie schöne Modellflugzeuge. Leider erlitt ein Grossmodell einer Pitts Special durch Vorgelschlag so schwere Beschädigungen, dass die Maschine weit weg von den Zuschauern abstürzte.

Leckerbissen des Programms waren die Vorführung der Turbine Legend, ein sogenannter "Homebuilt", also eine Maschine die im Eigenbau aufgebaut wurde und die von einer Propellerturbine mit immerhin 540 kW angetrieben wird. Die Maschine wurde aus den USA in die Schweiz überführt und ist in Grenchen stationiert.

Ebenfalls aus Grenchen zeigte sich die Dewoitine D-26 unter dem fachkundigen Kommentar von Peter Brotschi dem Publikum. Mit Jahrgang 1931 ist es das älteste noch fliegende Exemplar eines Flugzeugs der damaligen Schweizer Fliegertruppen.

Sicher eine der schönsten Maschinen auf dem Platz war die Messerschmitt Bf 108 Taifun. Die Bf 108 Taifun wurde als viersitziges Schnellreiseflugzeug konzipiert. Die heutige HB-HEB wurde 1938 in Regensburg (D) gebaut und von der Schweizer Luftwaffe als Verbindungs- und Schulflugzeug eingesetzt. Nach ihrer Stilllegung im Jahre 1959 hing die Bf 108 mit der militärischen Kennung A-201 über 30 Jahre lang von der Decke der Flughafenhalle Zürich-Kloten. Danach wurde das Flugzeug in mehrjähriger Restaurierung durch die AMPA (Association pour le Maintien, du Patrimoine Aéronautique) wieder flugtüchtig gemacht und wird seither in Lausanne geflogen.