
2022 San Francisco Fleetweek
Im 2022 entschied ich mich, wieder mal die Fleetweek zu besuchen. Es war ja fünf Jahre her seit meinem ersten Besuch im 2017. Wie schnell die Zeit vergeht ...
Diesmal war die Fleetweek vom Wetter her gesehen ein totaler Reinfall. Der sogenannte San Francisco Fog beherrschte das Wettergeschehen in der San Francisco Bucht. Es war verhältnismässig kalt (12 Grad Celsius, wenn ich mich richtig erinnere) und ein starker Wind wehte vom Pazifik her, welcher die tief liegende Nebeldecke zeitweise relativ weit in die Bucht strömen lies, genau dorthin, wo eigentlich die Airshow stattfinden hätte sollen. Der San Francisco Fog bildet sich, wenn pazifische Kaltwasserströmung aus dem Norden auf Luftmassen mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit an der Küste trifft. Es bildet sich durch die Abkühlung der Luft Nebel und der strömt dann ins Landesinnere weil sich durch die Abkühlung der Luft an der Küste ein Hochdruckgebiet und im Landesinnern durch die wesentlich wärmere, aufsteigende Luft ein Tiefdruckgebiet bildet. Das ist grob die laienhafte Erklärung für das Phänomen.




Ich war diesmal an beiden Tagen beim Aquatic Cove, am Sonntag aber nur für kurze Zeit.
Am Samstag gab es ein paar Lücken im Nebel und man konnte ein paar Fotos schiessen. Eine Boeing 777 der United Airlines flog diesmal. Auch eine Heritage Flight Formation mit zwei F-35C und einer T-2B Buckeye konnte man fotografieren. Die Blues flogen übrigens hier die F-18E.



Die Blue Angels flogen an beiden Tagen. Sehen konnte man sie am Samstag nur zeitweise und kurz wenn der Nebel sich etwas verzog, am Sonntag gar nicht. Die Vorführung fand komplett über dem Nebel statt. «Make your Microphones ready» wies der Kommentator bei der Ansage der Blue Angels das trotzdem unzählig erschienene Publikum am Sonntag an. Scherzbold!
Am Sonntag war definitiv nichts mit Fotografieren und Airshow, ausser man wollte den Triebwerksound der über dem Nebel fliegenden Jets geniessen. Ich nahm mir daher die Zeit, die USS Kansas City LCS-22 am Fisherman’s Wharf etwas näher zu betrachten. Sie war das einzige Kriegsschiff, welches ich an den Tagen meines Besuchs sah.

Fotografie
Für die Fotografie verwendete ich folgende Kameras:
- Canon EOS R
- Canon EOS R6
Folgende Objektive kamen zum Einsatz:
- Canon RF 24-105mm, mit der EOS R Aufnahmen am Fisherman's Wharf
- Sigma 60-600mm, für die Airshow mit EOS R6
Ich schiesse meine Bilder im RAW Format und verwende für die Nachbearbeitung und Verwaltung der Bilder ausnahmslos Darktable. Darktable ist eine Open Source Fotoentwicklungs-Software.