Warbirds over Wanaka 2026

Warbirds over Wanaka 2026

Auf dem Wanaka Airport (ICAO: NZWF), Neuseeland, fand im 2026 vom 3. April für drei Tage die Airshow "Warbirds over Wanaka" statt. Durchgeführt wird die Airshow seit 1988 alle zwei Jahre, jeweils am Osterwochenende (mit Ausnahme von 2020 wegen COVID) ...

Der Wanaka Airprort ist ungefähr 10 km südöstlich von der Ortschaft Wanaka gelegen. Wanaka selber liegt etwa 300 km südwestlich von Christchurch, auf der Südinsel Neuseelands, mitten im Gebirge. Der Flugplatz liegt etwa auf rund 350 m (1142 ft) Höhe über Meer. Meine Unterkunft lag in Cromwell, etwa 40 km südlich vom Flugplatz entfernt. Von Cromwell aus war die Airshow mit dem Auto relativ zügig, das heisst, ohne grössere Staus zu erreichen.

Warbirds over Wanaka ist eine typische Warbird / Oldtimer Airshow wie zum Beispiel La Ferté Alais oder Villaroche in Frankreich oder die Airshows in Duxford, Großbritannien. Die Besucherzahl wurde auf insgesamt rund 60000 geschätzt. Ich besuchte die Airshow an zwei Tagen, am 4. und 5. April 2026.

Airshowprogramm

Eindrücklich war die Vorführung einer Yak-3 mit dem Namen "Steadfast" (siehe Titelbild dieses Berichts). Diese Maschine ist ein Nachbau, welcher in Rumänien hergestellt wurde. Anstelle des russischen Klimov Motors ist diese Maschine mit einem Pratt & Whitney Twin Wasp R-2000 ausgerüstet. Die andere an der Airshow gezeigte Yak-3 mit dem Namen "Full Noise", wurde im 1993 in Russland gefertigt. Bei ihr dient ein amerikanischer Allison V-1710 V-12 Zylinder Motor als Antrieb.

Yak-3 "Full Noise"

Eine Supermarine Spitfire PR Mk.XI und eine Mk.IX gehörten ebenfalls zum Programm. Die PR Mk.XI ist in Duxford stationiert und man kann sie auch an den dortigen Airshows sehen. Die Mk.IX wurde in Neuseeland restauriert und ist auch dort beheimatet.

Auf dem Programm stand auch eine P-51D. Sie wurde an der Airshow auch in Formation mit der Grumman TBF Avenger und der Spitfire Mk.IX vorgeflogen. Ein rein neuseeländisches Trio übrigens. Alle drei Maschinen sind in Neuseeland beheimatet.

Mit den beiden BAC Strikemaster, einem De Havilland Vampire Trainer sowie den American Eagles, einem Kunstflugteam bestehend aus vier Aero L-39 Albatros, standen auch Jets auf dem Programm.

Interessant war auch die Hubschrauber-Demo.

Vorgeflogen wurden auch De Havilland Tiger Moth und Chipmunk, North American T-6 Texan / Harvard und Yakovlev Yak-52. Alles typische Schulungsflugzeuge.

Die Rennen Auto gegen Flugzeug waren auch interessant ...

Der 1908 M.A.B. Rennwagen ist mit einem V-12 Packard Liberty Motor ausgerüstet. Dieser Motor wurde aber hauptsächlich für die Luftfahrt entwickelt.

Bei dem Nachbau eines Auto Union Rennwagens der 1930er-Jahre, speziell konzipiert für Bergrennen, dient ein Rolls Royce Meteor als Antrieb. Der Meteor ist eine Weiterentwicklung des berühmten Rolls Royce Merlin und er kam zum Beispiel beim britischen Panzer Centurion als Antrieb zum Einsatz.

Das Programm beinhaltete noch einiges mehr. Ich verweise dafür auf meine unten verlinkte Bilderkette.

Die auf dem Programm angekündigten F-22 und die neuseeländische Luftwaffe fehlten. Die sagten ihre Teilnahme kurzfristig ab.

Wetter

Kalt, windig, grau und regnerisch war das Wetter am Samstag zu Beginn der Airshow. Im Laufe des Tages hörte es zwar auf zu regnen aber die Kälte blieb. Die Wolkendecke hing relativ tief und schränkte die Flugvorführungen daher etwas ein.

Entgegen den Prognosen war das Wetter am Sonntag wesentlich angenehmer. Zwar war es noch bewölkt, aber aber die Bewölkung lockerte sich auf und es war deutlich wärmer.

Fotografie

Die Lichtverhältnisse waren für das Fotoshooting nicht gerade das was man sich wünscht. Wenig Licht und alles in Grau. Am Sonntag verbesserte sich die Situation etwas. Andererseits ergab das Gebirge mit den an den Hängen klebenden Wolkenfetzen eine dramatische Kulisse für die im Vordergrund vorbeifliegenden Flugzeuge.

Am Samstag fotografierte ich im Bereich vom Anfang der Piste 29. Gestartet wurde von der Piste 11, also gegen Osten. Man hatte da die Flugzeuge kurz nach dem Abheben beim Start vor der Linse. Zudem war das Parking der meisten Flugzeuge gleich hinter dem für das Publikum reservierten Bereich. Man konnte von da auch gut die Bewegungen am Boden fotografieren.

Am Sonntag fotografierte ich anfänglich von der Tribüne aus, welche am Beginn der Piste 11 positioniert war. Zu Beginn der Airshow, als sich noch wenig Publikum auf der Tribüne befand, man sich daher relativ frei bewegen konnte, war Fotografieren mit grossen Objektiven noch möglich. Normalerweise meide ich Tribünen. Zu viel Publikum und man ist bei der engen Bestuhlung beim Fotografieren in der Bewegungsfreiheit sehr stark eingeschränkt. Als zunehmend mehr Publikum auf der Tribüne platz nahm, verschob ich mich denn auch vor die Tribüne an den Zaun. Man hatte von dort ungehinderte Sicht auf die Piste.

Für die Fotografie verwendete ich folgende Kameras:

  • Canon EOS R6 Mk III
  • Canon EOS R6 Mk II

Folgende Objektive kamen zum Einsatz:

  • Canon RF 16mm, Static Display
  • Canon RF 24-240mm, Static Display und Airshow
  • Canon RF 200-800mm, Airshow

Ich schiesse meine Bilder mehrheitlich im RAW Format und verwende für die Nachbearbeitung und Verwaltung der Bilder ausnahmslos Darktable. Darktable ist eine Open Source Fotoentwicklungs-Software.

Links

Bildersammlung Wings over Wanaka 2026

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